Es ist Donnnerstag

Immer, wenn etwas fertig wird, ist Donnerstag. Und Marcels und mein Radio ist fertig. Zumindest soweit fertig, dass man es vorzeigen kann.

Ziemlich genau ein Jahr ist der Start der Planung jetzt her, und so konnte Leenio nun endlich auf Sendung gehen. Was plant man so lange an einem Radio? Den Namen. Ohne Witz, der Name hat am meisten Zeit in Anspruch genommen. Lizenzen? Das ging ziemlich schnell. Zumindest zu wissen, was man braucht.

Das Konzept für  den Sender an sich war auch von Anfang an klar. Konzepte für einzelne Formate schon schwieriger. Mit wenig Öffentlichkeit ging dann auch die erste Sendung über die Bühne am Donnerstag nach Weihnachten.Am Anfang war die Idee. Die Idee, mal wieder ein neues Medium auszuprobieren. Grundsätzlich bin ich ja gegen hochtrabende Sachen des so called „Web 2.0“, aber ich habe immerhin, wenn auch zunächst aus Spaß, ein Blog, und sogar einen unsäglichen Twitter-Account. Doch Radio ist klassisch. Ganz klassisch. Viel klassischer, als dies ein Forum ist. Viele Radios gibt es. Öffentlich rechtliche, private, terrestrische, gestreamte. Aber den Mix, der uns im Sinn schwebt, wird von keinem abgedeckt.

Dabei ist er doch so einfach, so naheliegend: Alles, was mit Freizeit zu tun hat.  Das Thema hat doch jedes Radio irgendwie. Ja, irgendwie. Aber irgendwie auch nicht.

Es ist schwer, den Unterschied in Worte zu fassen, denn zugegeben: Das Konzept ist noch labberig.

Ui, wie böse, an den Start gehen, ohne genau kalkuliertes Konzept.

Darin stecken aber zwei gewollte, wichtige Dinge: Bei Leenio ist nichts kalkuliert. Der Server ist bezahlt, die Studiotechnik ist bezahlt, die Lizenzen sind bezahlt. Was muss jetzt noch kalkuliert sein? Nichts. Kein Ad-Sales-Manager, der seine schlecht gemachten Gaming-Host-Spots von zu wenig Leuten angehört sieht. Kein Senderchef, der seinen Stream unbedingt dreistellig ausgelastet sehen möchte.

Klar, wenn man nur so alleine für sich sendet, ohne, dass es jemanden interessiert oder jemand zuhört, ist das vielleicht auch nicht so ganz Ziel der Sache. Aber die Grenzen „Deine Sendung lohnt nicht“ und „Interessiert ja keinen“ kann man viel niedriger ansetzen. Die erste sogar ganz abschaffen.

Das zweite Ding: Das Konzept. Es soll nicht von Anfang an festgeschrieben sein. Es soll wachsen. Daran, was möglich ist anzubieten, und daran, was Leute hören möchten. Daraus ergibt sich natürlich zwangsläufig, dass eine Sendung, bei der niemand zuhört, eher sinnlos ist. Aber sie muss auch nicht gleich dauerhaft hundert Leute binden.

Was soll nun über den Stream kommen? Alles Mögliche. Wozu Leute Ideen haben. Das kann ein Kneipenreport sein, das kann über Freizeitparks und Kirmes sein, das kann über Brettspiele, Computerspiele, Wasserparadiese, Fitness, Wellness, Theater, Kino, Musik alles mögliche bis hin zum gemütlichen Abend zu zweit sein, und was es darüber interessantes zu berichten gibt.

Was ankommt und was nicht, das werden wir mit der Zeit sehen. Ebenso, was wir anbieten können, und was nicht.

Die erste Sendung war nun schon, kurzfristig angekündigt, und nur auf Freizeitparkweb. Das war gewollt. Wir hatten zwar schon ein paar Testballons im ganz kleinen, geschlossenen Kreis, aber die waren nun auch eine zeitlang her. Ich weiß noch, er zweite lief wesentlich flüssiger, als der erste. Man muss sich ja schließlich erst einmal warmquatschen. Und dazu war das ein wenig gedacht.

Die Sendung hatte ihre Längen, ihre verlorenen Fäden, aber auch spontane Ideen und Dinge, die gut ankamen.  Wenn wir die Musik rausgeschnippelt haben, gibts die auch als Download. Und nein, die muss man sich nicht anhören, ich tue es jedenfalls nicht. Ich kann mich nicht reden hören, ich finde das schrecklich. Eine Meinung, mit der ich bestimmt nicht alleine da stehe.

Die zweite Sendung steht bereits in den Startlöchern, und das Farmradio, zu dem ich dann hoffentlich erstmals Ralle begrüßen darf, lässt hofentlich auch nicht mehr lange auf sich warten.

Was ist mit Dir? Hast Du Lust, Radio zu machen? Also so richtig mit Moderation, redaktionellem Gedöns und so? Hört sich jetzt nach mehr Arbeit an, als es ist. Viel mehr. Manche glauben sogar, dass ganze Zeitschriften dafür nicht erscheinen, wenn man mal anderthalb Stunden ein wenig im Radio blubbert, oder gar 20 Minuten Musik auflegt. Diesem lächerlichen Fehlglaube ist natürlich nicht so.

Bitte nicht Radio verwechseln mit den vielen in die Mode gekommenen Streams, wo eine Playlist abgespielt wird, und vielleicht zu jedem zweiten Lied mal etwas gesagt wird. Es wird mit Sicherheit auch Musiksendungen geben, die sich primär um Musik drehen, aber das sind dann thematische Dinger (lasst Euch überraschen), und keine „Ihr dürft meine Playlist anhören, und zwischendrin grüße ich Leute.“

Solltest Du also Lust haben, bei uns mit zu machen, dann setz Dich doch einfach mal mit Marcel oder mir in Verbindung. Das ist alles halb so kompliziert, wie es sich anhört. Kompliziert wird es eher an Stellen, wo man sie vorher nicht vermutet hat. Aber genau das war auch das spannende an dem Projekt, diese Dinge herauszufinden.

In diesem Sinne: Tune in oder mach mit! Suchs Dir aus.

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