To boldly go, where no cow has gone before!

0-6-7Hallo liebes Tagebuch,

ich habe ein neues Nebenher-Spiel. Schuld daran ist der Troll. Und Hika unterstützt ihn dabei. Aber der Reihe nach.

Neben meinen Aufgaben der Erlösung gehandicapter Individuen in Azeroth habe ich schon immer Sachen nebenher gespielt. Man braucht schonmal eine Abwechselung zu seinem täglichen Berufsalltag, wo man alle möglichen Monster töt… wo man halt aufräumt, und da will man ab und an mal was anderes sehen zwischendrin. Das war mal Mario, mal Zelda, dann AoC und WAR. Letzte beiden leider gefloppt, AoC hätte ich sehr gerne weiter gespielt. Nun bin ich dreifach bei den Hodensöhnen ehrfürchtig, das reicht erstmal mit der Farmerei. Also ein neues Nebenher-Spiel muss her. Zuerst habe ich mir mal World of Goo besorgt. Hammer. erinnert zwar stark an Lemminge, aber ist toll. Ich glaube, dazu schreibe ich auch noch ein Review. 20090316012411Doch dann kam Troll vorbei und meinte, dass es ihn in den Weltraum gezogen hat. Er erzählte mir von Wurmlöchern, Piraten, Flotten, riesigen Allianzen und um das, was die Welt antreibt: Das Streben nach Macht, und dann nach mehr Macht. Ich erinnerte mich daran, dass ich vor einem Monat schonmal bei Golem über die Machtkämpfe und die Erschütterungen im Universum gelesen habe.

Ich sah also eine weitere Stufe bei der Erringung der Weltherrschaft, und so gab es nur eine logische Konsequenz: Ich bestieg eine kleine Rostschüssel, die da für umsonst rumlag, und machte mich zu einer Spritztour ins All auf! 

Da war ich nun… Der Weltraum, unendliche Weiten. Einsam treibt meine Sardinenbüchse um einen Asteroiden herum. Soooo viele Knöpfe zum Drücken, so viele Fenster gehen dabei auf. So viele Anzeigen, und dahinter der beruhigende ewig weite Weltraum.

*didelit*

Da popt so ein Fenster auf, in dem ich wohl erklärt bekommen soll, was man wohl am besten drückt, um sich nicht in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Kurz und knapp bekomme ich rudimentäre Schiffsmanöver erklärt, damit sich überhaupt mal was in Gang setzt. Dann die Trainigsdrohne anvisieren, die die ganze Zeit schon um mich kreist, ohne dass ichs gemerkt habe. *check* Fracht bergen. Zur Station warpen. Ah! Jetzt wirds interessant. Und ab dafür.

rostschuesselIn der Station angekommen gibts gleich mal noch mehr Knöpfe. „Markt“ *click* Ach Du scheiße. Da blickt doch keine Sau durch… Erstmal die Einführung weiter fliegen. Ich werde zu Piraten geschickt, die platt zu machen. Hm… ja… Mal schauen, ob die genauso einfach wie die Drohne sind: Also viel schwerer waren sie nicht. Angedockt an der nächsten Station gleich mal voller Tatendrang den nächsten Auftrag angenommen. Okay, im Nachhinein muss ich zugeben: Ich hätte vielleicht vorher noch ein wenig die Gebrauchsanweisung von dem Schiff lesen sollen, denn das Einführungsfenster war mittlerweile zugegangen. Padautz macht es 5 Minuten später, und ich sitze in einer formschönen Rettungskapsel wieder zurück zu eben dieser Raumsation. Na toll. Fängt ja gut an.

In der Station angekommen erstmal ne Dusche nehmen. *dingdong* „Poooost!“ Was? Mir? Kennt mich doch noch keiner. Aha… von einer Versicherungsgesellschaft… da war mein Schiff versichert… diese Rostlaube?!? Okay, soll mir auch recht sein.  Auf jeden Fall kann ich mein funkelnagelneues Austauschschiff im Hangar abholen. Puh, nochmal Glück gehabt. Nein, ich werde nicht gleich das nächste Himmelfahrtskommando antreten. Erstmal schlau machen, wie hier so der Hase läuft.

Okay, man verteilt hier auch Skills. Aber die sind zeitabhängig, man skillt also auch während man offline ist. Das ist ja prima! Hat den Vorteil, dass 24/7-Dauernerden in dieser Form keinen Wert hat, und man trotzdem frühestens nach mehreren Monaten überhaupt ans andere-Spieler-Umhauen denken kann. Also gleich mal die zu lernenden Skills in die Warteschlange gepackt. Moderner Technolige sei dank, lernt man jetzt im Schlaf, und der Casual lernt genauso schnell wie der Hardcore-Spieler. Das hört sich jetzt erstmal sehr merkwürdig an, hat aber einen ganz tollen Effekt: Es gibt keine ungeduldigen Lol-Kiddies, da man sich nicht in 2 Wochen einen S2-r0xx0r-Schurken für Outland oder einen Nax25errandom-equipten Dèáthknîght für Northrend machen kann. Man ist hilfsbereit, selbst die gleiche Newbie-Frage in 10 Minuten zum 5. Mal wird nett beantwortet. Respekt, hier im Weltraum sind sie wirklich schon weiter als unten in Azeroth. Eine sehr reife Bevölkerung hier oben im All.

neues-schiffInterkom klingelt. Der Troll! Und da überweist er mir doch glatt ein gutes Startkapital, bin ich ihm sehr dankbar für. Gleich mal ein größeres Schiff gekauft, und er erklärt mir auch gleich, was ich wo einzubauen habe. Das hätte ich alleine noch nichtmal in der fünffachen Zeit geschafft. Auch ein weiterer Punkt für das reife Publikum: Die Lernkurve ist steil. Man wird nicht langsam an das Ding herangeführt „Bis zu Level 10 drücken Sie immer nur die 1. Ab Level 11 drücken Sie immer nur die 2. Ab Level 21 drücken Sie beide Tasten abwechselnd.“, man wird gleich ins kalte Wasser geschmissen. Friss oder stirb. Toll! Eine echte Herausforderung. Aber so langsam kapiere ich, wie hier was läuft. Das sind schon am Anfang viele Zusammenhänge, und ich gehe davon aus, dass es sogar noch viel mehr werden. Auch finde ich die Fortführung der Einführung wieder. Ich fliege zur entsprechenden Station und lasse mir den nächsten Auftrag geben. Ah, das ist so eher meine Preisklasse als das Ding da vorhin. Ich werde immer geübter im Navigieren, im Gefechtsstand und langsam schleicht sich so der Hauch von Routine ein.

Nächster Auftrag: Piratenchef eliminieren. Keeeeein Problem, hingeflogen, BÄM.

Da war sie wieder, die schicke Rettungskapsel. Zum Glück hatte ich mir für die Reise zur nächsten Raumstation etwas zum Lesen mitgenommen *tüdelü*

Aber ich hatte vorgesorgt! Mein neues Schiff war auch versichert. Die erste Rostlaube war es ja nur, weils ein Anfängerkutter war. Sehr gut. Gleich das nächste Schiff besorgt, zusammengebaut und ausgestattet. Den Namen lasse ich erstmal bei der Werksbezeichnung für das Schiff. Bei meiner Frequenz, die Dinger zu schrotten, lohnt das wohl noch nicht. Na das ging ja jetzt schon wesentlich schneller, und bis auf eine Rückfrage an Troll auch von ganz alleine. Weiter im Text, da war ja noch der Bösewicht. Diesmal sollte er nicht so einfach davon kommen. Und es wurde sehr vernichtend für ihn, sehr ertragreich für mich.

Am Ende der Mission angekommen, werde ich wohl als nächstes eher etwas mit weniger Ballern und mehr mit Handeln machen, mal schauen die nächsten Tage. Ja, „die nächsten Tage“. Ich merke zwar, dass es eine ähnliche Langzeitbindung wie Azeroth aufbaut, aber wesentlich casual-freundlicher. Man kann das auch nebenher spielen, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so wirkt, wenn man von der Komplexität erstmal erschlagen wird.

spaceviewEs scheint lohnend, denn es gibt keinerlei Deckung mit irgendwelchen Dingen in Azeroth. Es gibt Housing, Das Universum wird von Spielern kontrolliert und es sind die Spieler, die es formen. In der Einführung wird passend erklärt, dass es nur die Spielwiese bietet mit allen Spielgeräten. Die Dynamik kommt durch die Veränderung durch die Spieler. Ein völlig anderer Ansatz. Wer noch das alte Elite kennt, der kann sich in etwa vorstellen, was einen erwartet. Nur nicht in groß, sondern in riesig. Und nicht alleine. Aber letztendlich ist es exakt Elite als MRSZAES (=Massig Rindviecher spielen zusammen auf einem Server). Und ja, es ist wohl eins der wenigen Spiele, die wirklich nur auf einem Server stattfinden. Jeder Spieler auf der Welt befindet sich da. Kein Transfer, keine unterbevölkerten oder überbevölkerten Realms. Es gibt nur einen. Und der verwaltet seine Resourcen dynamisch. Wie auch immer sie es machen, es scheint zu funktionieren. Da könnte sich Schneesturm durchaus eine Scheibe von abschneiden, zumal das Spiel ein paar Jahre länger existiert als Azeroth.

Es hat noch lustige Ideen, die so simpel und effektiv sind. Eine will ich Dir nicht vorenthalten liebes Tagesbuch: Wenn man jemandem eine Mail schreibt, mit dem man nicht in Kontakt steht,  kostet das Geld. Wieviel, kann man einstellen. Damit werden Spammer sehr leicht geblockt. Wer wirklich etwas will, der zahlt den geringen Betrag. Etwas ähnliches für den Chat, damit nicht die Lowbies die Leute mit High-End-Kriegsschiffen nerven „Kannste mal da die Piratenflotte platt machen?“, dafür gibt es den Anfängerchannel, wo auch GMs drin sitzen und geduldig alles beantworten, genauso wie viele erfahrene Spieler dort auch Neulingen gerne helfen. Und es funktioniert. Aber das nur eine von vielen Ideen. Ich denke Du wirst wieder von Spacecow im All hören liebes Tagesbuch, aber keine Angst: Ich bleibe bodenständig. Dadurch, dass Azeroth und New Eden so absolut deckungsfremd sind, besteht da keine Gefahr der Konkurrenz.

Dein

Captain Kuschel


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2 Replies to “To boldly go, where no cow has gone before!”

  1. Spielerrekord waren irgendwas um die 56000 gleichzeitig online .. auf dem gleichen server wohlgemerkt 🙂

    Wers ma testen will möge bitte seine email addi beim lieben herrn keng hinterlassen ich schicke gerene 30day trial codes raus . (normal sind 14 bzw bei steam 21 tage).

    @keng .. ich werde dich ganken .. irgendwann wenn du es am wenigsten erwartest erwisch ich dich ;P

  2. Hab mir zwar schon öfter aus erster Hand von EVE erzähln lassen, aber noch nie wurds mir so schön umschrieben 🙂

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