Persönliches Logbuch Keng, Sternzeit 86474.99

Ich bin zurück auf der Zuul vom Vulkan. Das Kolinahr habe ich erfolgreich abgeschlossen. Es war eine faszinierende Erfahrung und hat den derzeit aktiven Teil meiner selbst sehr gestärkt. Da ich im Moment keinen Zugriff auf den anderen Teil habe, kann ich nicht feststellen, ob dieser einen Schaden erlitten hat dadurch. Dies wird sich nach eine optimierten Justierung meines Implantates zeigen.

Körperlich bin ich in einwandfreiem Zustand. Eine leichte Unterernährung durch meine Woche in der Wüste, aber so wenig, dass es irrelevant ist. Geistig bin ich im Vollbesitz meines Bewusstseins und damit taktischer Fähigkeiten. Einzig der emotionale Teil von mir ist nicht vorhanden. Da dieser von der Sternenflotte nicht vorgeschrieben ist, bin ich voll diensttauglich. Es ist daher höchst unlogisch, dass Admiral Cole gestern zögerte, mir mein Kommando zurückzugeben. Meinen Posten als Sicherheitsoffizier hat er mir zwar nicht zurückgegeben, aber das ist auch nebensächlich. Es war nie mein Wunsch, diesen Posten zu bekleiden. Auf der Brücke eines Kriegsschiffes bin ich effizienter als halb hinter einem Schreibtisch. Es wird Zeit, dass Cpt. Sin’Istre zurückkehrt und den Posten wieder ausfüllt.

Admiral Cole hat mich direkt mit dem ersten Auftrag betraut. Das Auskundschaften einer vermeintlichen klingonischen Überläuferin. Das zu suspizierende Objekt war leicht auffindbar, da es sich bereits mehrfach in die Föderations-Subraumkanäle eingeschaltet hat. Ich verwickelte das Objekt in ein Gespräch, sodass wir genug Zeit hatten, es zu orten. Cmdr. Letagg erwähnte wieder den Begriff „1A Pokerface, Boss!“. Ich kann damit zwar nichts anfangen, aber es scheint erfolgreich gewesen zu sein.

In der Bar von Drozana versuchte ich, das Vertrauen des Objektes zu gewinnen. Da es tatsächlich kurz von seiner Absicht der Desertation sprach, ist mir dies mit hoher Wahrscheinlichkeit gelungen. Unglücklicherweise war die Bar gut gefüllt, sodass ein vertrauliches Gespräch nur schwer zustande kam. Ebenso wurde das Gespräch durch das Auftauchen von QIA gestört, dem Androidenexperiment von Admiral Cole, der sich sehr unlogisch verhielt. Leider war Admiral Cole nicht in Funkreichweite der Zuul, sodass ich ihn hierzu nicht um Informationen bitten konnte. Aus mir bislang unbekannten Gründen wurde die Station angegriffen und QIA an Bord unbekannter Schiffe gebeamt. Ich habe für diesen Vorfall leider keine logische Erklärung.

Ich folgte dem Tip von Cmdr. Letagg „Frauen muss man besoffen machen, Boss!“ und versuchte, das Objekt zu alkoholisieren. Anhand der Gleichgewichts- und Sprachstörungen, die sich mit der Zeit einstellten, scheint mir dies gelungen zu sein. Kurz bevor ich die Örtlichkeit verlies, gab ich dem Objekt die Codes zu einem abgesicherten Subraumkanal. Sollte ich tatsächlich sein Vertrauen gewonnen haben, wird es sich über diesen bei mir melden.

Je länger ich ohne Emotionen bin, umso weniger habe ich den Eindruck, dass mir etwas fehlt. Im Gegenteil gibt es mir Effizienz und schnelle Entscheidungen, was rein logisch betrachtet nur von Vorteil sein kann. Wie bei dieser Infiltration des klingonischen Objektes offensichtlich ist, war es leichter, das ohne Emotionen zu bewerkstelligen, als wenn ich durch diese in meinen klaren Entscheidungen getrübt worden wäre. Es stellt sich mir immer mehr die Frage, ob eine Zuschaltung meines emotionalen Teils durch Justierung des Implantates dann überhaupt sinnvoll ist.

Keng Ende.

Taken from: Logbücher des 82. Omega Geschwaders

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