-=*> SPOILERWARNUNG < *=-

Ich bin an Bord der U.S.S. Zuul. Sie wurde beordert in den Vega Sektor, um einem Übergriff der Borg entgegen zu stehen. Es war mein erster Einsatz unter Captain Quat’Anmek.

Hm… nein. Kein RP erstmal. Irgendwie will es nicht fließen. Es ist erstaunlich, mit der Wahl eines Vulkaniers erscheint es mir äußerst schwer, dies zu schreiben. Nicht, weil ich nicht so kühl und logisch denken kann, ganz im Gegenteil. Dank meines Studiums kann ich da problemlos hinswitchen. Und ich kann mich auch sehr gut identifizieren. Aber vielleicht ist es genau das Problem: Ein Vulkanier ist mir viel zu ähnlich. Und bevor mir die Lorepolizei kommt: Auch Vulkanier haben Gefühle, sie unterdrücken sie nur. Sie mögen das selbst anders nennen, aber es ist nichts anderes. Beim Überlegen über diese Zeilen hier merkte ich, wie sehr ich mich doch mit Vulkaniern identifiziere. Das macht noch nicht das Spiel, klar, das war schon immer so. Nur beim Schreiben dieser Zeilen fällt es mir nochmals extrem auf.

Aber der Reihe nach, kommen wir zum Spiel.

Account erstellen, Beta-Key eingeben, Client herunterladen, installieren, patchen. Starten, einloggen, Ladebalken. Gebt zu, damit habt Ihr jetzt erstmal nicht gerechnet!

Selbstmurmelnd ist alles im Stil der Star-Trek-Consolen gehalten. Das ist auch nicht sonderlich schwer, das hatte ich erwartet. Ich weiß allerdings erstmal ansonsten überhaupt nicht, was ich erwartet habe. Die Infos, die ich vorher hatte, außer den bekannten News zwischen Himmel und Hölle und diversen Hiobsbotschaften, waren sehr spärlich. Aber schon länger geistert mir Star Trek Online im Kopf herum.

Ich würde mich nicht als Trekki bezeichnen. Naja, eigentlich doch. So ein bisschen. Nicht hardcore, aber alleine, dass ich mit der deutschen Erstausstrahlung aufgewachsen bin (kein Kommentar bitte…), verbindet mich schon ewig mit dem Universum von Gene Roddenberry. Ich sauge eigentlich alles auf, was Star Trek ist. Okay, Archer ging nicht wirklich an mich und DS9 auch nicht. Wobei DS9 einen harten Konkurrenten hatte. Zu der Zeit war Babylon 5 bei mir angesagt, und da konnte es für mich nicht konkurrieren. Zumal der epische Storybogen erst später darüber gelegt wurde, wohingegen er bei Babylon 5 von Anfang an so geplant war. Ja ich weiß, es werden mich jetzt genug Leute flamen, dass der auch bei DS9 von Anfang an so geplant war. Tut mir leid, glaube ich nicht. Und wenn, dann war er zu Beginn äußerst schlecht umgesetzt. Vielleicht schaue ich mir die Serie doch nochmal an. Ich glaube zumindest,  dass wir die DVDs zu Hause haben.

Wieder zurück zum Spiel.

Ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukommt. Das ist sehr schön und macht mehr Spaß, als alles vorher in sich aufzusaugen, denn dann braucht man es sich selbst nicht mehr anschauen. Nun gut, letztendlich begünstige ich das „vorher schonmal Infos holen“ ja auch mit meinen Beta-Berichten hier. Aber hey: Das ist mein Blog, und Du liest hier, nicht umgekehrt! Und ich habe eine dicke Spoilerwarnung oben.

sto-ob1-003Das Spiel fängt, jetzt nicht wirklich verwunderlich, mit der Characterwahl an. Man kann aus diversen Rassen wählen, und aufgrund meiner Affinität entschied ich mich zum Vulkanier. Die Möglichkeiten des Editors sind durchaus beachtlich. Aber obwohl er gefühlt mehr Regler hat als der von Aion, wirkt er nicht so frei. Allerdings trotzdem weit über denen von WoW oder WAR. Aber das ist auch durchaus in Ordnung. Schließlich bestehen in Star Trek andere Rassen meistens nur aus anderen Hautfarben, unterschiedlichen Geschwulsten am Kopf, und das war es dann meistens schon. Das charakteristische Aussehen einer Rasse muss also gewahrt bleiben, und das leistet der Editor bei durchaus großer Freiheit.sto-ob1-002 Also das war schonmal super. Da ich erst spät am Abend mit dem Spiel begonnen habe, habe ich mir auch nicht so sonderlich viel Zeit im Editor gelassen (eine halbe Stunde war es aber bestimmt). Name wählen, Keng musste er natürlich heißen, und den Namen des ersten Schiffes. Zuul ist übrigens der Nick, den ich meistens benutze, wenn Keng belegt ist. Er hat natürlich auch eine Hintergrundgeschichte, die über den Film Ghostbusters hinausgeht, und die ich vielleicht ein anderes Mal erzähle. Leider ist der Name oft nicht wählbar, weil er auf der Blacklist steht, aber hier ging es.

Ein weiterer Mausklick, und der Vulkanier Keng of Balin stand an Bord der U.S.S. Zuul.

sto-ob1-004Ein bisschen unsanft wird man ins Spiel geworfen, und nicht nur dadurch dachte ich mir erstmal „Aua“. Die Grafik war irgendwie… komisch. Sternenflottenangehörige liefen mit durchaus als ein wenig stoffelig bezeichenbaren Animation durch einen irgendwie kargen Raum. Der Schatten war eine runde dunkle Stelle unter mir, das schafft ja selbst WoW mit seiner uralten und nur aufgepeppten Engine mittlerweile besser.

Die sto-ob1-005ersten Popups des Tutorials kamen. Wobei es wohl eher ein automatisch gestartetes Questscript war. Die Steuerung ist nun ebenfalls nichts überraschendes, also mal im Raum umsehen. Erstaunlicherweise war nichts, aber auch gar nichts klickbar, anwählbar oder betrachtbar. Alles, auch die Personen, die herumliefen, war nur Deko. Noch nicht einmal die Sitze konnte man benutzen zum Hinsetzen, und das im Kasino, in dem ich mich anscheinend befand. Kein guter Anfang. Die Qualität der Texturen und Models passt, auch die Einrichtung. Allerdings wirkte es irgendwie zu leer in dem Raum. Ganz von der fehlenden Funktionalität der überall blitzenden Kontrolleuten und Konsolen mal abgesehen.

sto-ob1-007Ein NPC hat ein Zeichen über dem Kopf. Ah, der ist doch benutzbar. Zur Brücke sollte es danach gehen über den Turbo-Lift. Dieser leuchtete in Sequenzen und war dann das einzige, was in diesem Raum neben dem NPC auch nur irgendwie benutzbar war. Ich hoffe, diese Linearität ist extra für das Tutorial gemacht und legt sich später.

Draußen sieht man einen Borg-Cube, mit dem wohl ein Kampf stattfindet. Alarm Rot ist natürlich in Gange, und laufend wackelt das Bild. Aber erstmal die Grafikeinstellungen durchforsten. Ich stellte meine Monitorauflösung ein (ist es heutzutage wirklich noch so schwer, das Spiel gleich beim Betriebssystem anfragen zu lassen, welche Auflösung eingestellt ist? Scheinbar ja) sto-ob1-006und alle Grafikdetails auf hoch. Der Bildschirm wurde kurz schwarz und danach kam eine Dia- und Ruckelorgie, wie ich sie selten gesehen habe. Selbst bei Crysis nicht. Was zum Geier ist das für eine Engine? Die Grafikqualität kam natürlich nicht an die Cryengine 2 heran.

Also Details wieder auf Standard gesetzt bei meiner normalen Auflösung. Irgendwie ruckelte es immer noch ab und an, was aber auch daran liegen kann, dass mittlerweile der Grafiktreiber endgültig aufgegeben hat, und ich meinen Rechner neu starten müsste. Dazu hatte ich aber keine Lust, es war ja schon spät.

Die Ruckler waren keine Lags, die waren nämlich davon unabhängig auch da. Im Gegensatz zu offensichtlich den meisten Gamern kann ich lokalen Resourcenmangel meines Clients (oder besser ausgedrückt: „Mein Rechner ist zu schwach“, was natürlich keiner zugeben will) von Lags unterscheiden, und in diesem Moment war es wirklich beides. Sehr leicht zu erkennen am Rubberband-Effekt, also auch hier wieder eine serverkontrollierte Fortbewegung wie in Aion. Ungewöhnlich, aber schützt gut gegen Exploits. Ebenso gibt es eine Kollisionsabfrage, die aber tatsächlich besser umgesetzt ist, als das „Die Ratte blockiert den Weg für das Pferd“ in AoC.

sto-ob1-009Mein nächstes Ziel war die Brücke. Ab durch den Turbolift, und schon stand ich oben. Nein, der Turbolift ist nicht „live“ begehbar: Man drückt vor der Tür auf „F“ oder den Button in der UI, und man wird in die Brücke teleportiert, was durch einen Ladescreen, der zugegebenermaßen das Innere eines Turboliftes zeigt, begleitet wird. Ein bisschen viel Ladescreens sollten es zu Anfang werden, aber vielleicht gibt sich das ja noch. Es erinnert mich hier zu Beginn sehr an AoC, wo der erste Teil auch solo gemacht wurde, und die ersten Level von massiv vielen Ladebalken begleitet wurde.

Auf der Brücke das gleiche Bild: Nichts ist anklickbar. So viele Konsolen, sto-ob1-010keine mit Funktion. Und sie wirkt ebenfalls etwas leer. Schade. Nur der Captain hat ein Zeichen über dem Kopf und rät einem, gleich den anderen Turbolift zu nehmen, um zum Transporterraum zu gehen, damit man auf die U.S.S. Khitomer beamed. Da klingelte was. Die Khitomer. Das ist das schöne an Star Trek, man trifft immer wieder auf Bekanntes. Ich hoffe, das wird durchgezogen und viel wichtiger: Dies auch konsistent.

sto-ob1-013Der Transporterraum stellte einen vor die schwere Aufgabe, sich auf die Transporterplattform zu stellen, und „F“ zu drücken, oder den Button in der Bildmitte. Die bekannte Beam-Animation kam und… Ladebalken.

An Bord der Khitomer ging die Post ab. Hier war jetzt schon viel mehr klickbar und anwählbar. Selbst andere Spieler waren anwesend. Und Borg. Und genau diese, bzw. zuerst ihre „Devices“, sollte ich wegphasern, sto-ob1-018nachdem ich irgendwelche Verwundeten gescannt habe. Ja! Endlich! Nachdem ich schon seit geraumer Zeit mit gezückter Waffe in der Hand herumlaufe, kam sie nun auch zum Einsatz.

Das ganze wäre einfacher gewesen, wenn nicht wirklich übles Lag unterwegs gewesen wäre. Und das nachts um 1 Uhr, einen Tag nach Open-Beta-Start. Das Gummiband zog mich andauernd durch die Gegend.

Ein Borg nach dem anderen fiel. Und zur Belohnung durfte ich mir mein erstes Besatzungsmitglied für die Brückenmannschaft auswählen.

sto-ob1-032Es gibt 3 Karrieren in STO: Taktischer Offizier, Wissenschaftler und Ingenieur. Man wählt seine eigene bei der Charactererstellung aus. Und genau einen von allen 3 gibt es als Begleiter nun auszuwählen.

Zurück von der Khitomer auf dem Schiff, auf dem ich angeheuert wurde, erfahre ich, dass die Borg alle höheren Offiziere getötet haben und ich somit als Fähnrich der ranghöchste Offizier auf dem Schiff bin. Ähm ja… Ich glaube kein Science-Fiction Franchise bedient diese völlig unerwartete Handlungswendung so oft wie Star Trek. Aber gut, das Spiel bleibt hierin wenigstens sto-ob1-036konsistent.

Captain Keng nimmt also Platz auf dem Captain’s Chair. Das heißt, er würde gerne. Aber ich befinde mich im Space-View und sehe mein Schiff von außen. Mittlerweile habe ich gelesen, dass es natürlich auch mal auf die Brücke geht, aber leider der Chefsessel auf der Brücke außer durch ein Sit-Emote, wenn man auf ihn drauf springt, nicht benutzbar ist. Hallo? Ich nehme es mal vorweg: Den riesigen kommerziellen Reißer sage ich dem Spiel nicht voraus, es ist aber für Star Trek Fans ein must have! Und da gehört für den Treckie verdammt nochmal dazu, dass der Captain sich auf seinen Sessel setzt! James Tiberius, Jean-Luc, Catherine, Hikaru, William… alle… Ein Star Trek Spiel, bei dem sich der Captain nicht auf seinen Sessel setzen kann, ist wie ein Fußballspiel ohne Ball!

sto-ob1-045Sei es drum. Ich gebe zu, ich bin zu diesem Zeitpunkt bereits angefixt. Ich habe echtes Star Trek Feeling. Grandios. Das hätte ich nicht gedacht, nachdem es sich eigentlich ziemlich unfertig und holprig präsentiert. Unfertig sieht man zum Beispiel an den Screenshots, wo nicht nur noch nicht alles übersetzt ist (damit kann ich zu Beginn und erst Recht in der Beta problemlos leben), sondern auch mal in Englisch der gleiche Text wiederholt wird, oder von einem Satz nur manche Wörter übersetzt sind, oder nicht funktionierende Steuerzeichen im Text… Da muss noch viel Arbeit reinfließen.

stoob1-055Nach dem Zerlegen einiger kleiner Borg-Nervlinge werde ich mit meinem Außenteam (besagtes neues Crewmitglied von eben und ich…) auf die Planetenoberfläche gebeten. Unten sind ein paar Zivilisten zu retten und ein Generator auszuschalten. Danach geht es aber wieder an Bord: Nun kommt endlich mal was dickes. Ein echter Borg-Cube. Und ich soll ihn mit kaputt machen. Na, das ist doch mal was! Leider hat es so gelaggt, dass ich erst einmal 3-4 Minuten im Weltraum als Humanoid statt als Schiff herum stand, bevor etwas passiert ist, und der Space-View komplett war.

stoob1-075Der Borg-Cube ist natürlich kein Problem. Der Encounter ist public angelegt, also andere Anfängerschiffe sind auch bei mir, und NPC-Schiffe zerlegen ihn letztendlich. Aber das hatte schon was, muss ich sagen.

Das absolute Rookie-Tutorial scheint vorbei zu sein, ich werde ins Sol-System gerufen und soll mich beim Admiral melden. Andocken an der Raumstation war jetzt nicht sooo schwer: In die Nähe fliegen und den großen Button in der Bildschirmmitte drücken. stoob1-083Doch da war dann das Lag in umgekehrter Reihenfolge: Ich war als Raumschiff auf der Station, bis der Server es etwa 3-4 Minuten später erst bemerkt hat. Und schaut Euch den Chat auf den Screenshots an: Ich war lange nicht der einzige, dem es so ging.

Apropos Chat: Der Name hinter dem „@“ ist der Loginname. Finde ich sehr, sehr ungeschickt.

stoob1-089Die Raumstation ist groß. Natürlich läuft man am Anfang ziemlich orientierungslos durch die Gegend, aber das ist bei jedem MMORPG in der ersten größeren Stadt so. Man findet sich trotzdem dann ziemlich schnell zurecht. Es gibt eine Bank, ein Auktionshaus, Shops für Buffmaterialien, Ausrüstung, Rüstung, Schiffsmodifikationen und alles, was man sich eben so vorstellen kann.

Die Station ist auch weitaus besser designed als die Räume, die ich bislang beschrieb. Sie wirkt nicht leer, sondern sehr passend designed. Auch die zwar nicht anklickbaren aber doch sehr geschäftig herumlaufenden Figuren hinterlassen einen sehr belebten Eindruck der Station. Ja, so stelle ich mir in der Tat eine Sternenflottenstation vor. Sehr schön!

Leider auch hier kein einziger Stuhl benutzbar. Das ist wirklich hart, wie man so etwas vergessen kann, und es mir semi-Rollenspieler von Beginn an direkt fehlt.

stoob1-107Etwas stört mich noch: Ich laufe die ganze Zeit noch mit der Knarre im Anschlag herum. das passt irgendwie nicht. Es dauerte zwar eine Weile, aber ich fand endlich, wie man sie wegstecken kann. Mit „H“, wenn das jemanden interessiert.

Ich musste ein wenig suchen, bis ich das Büro des Generals fand, aber das war okay. In der Zwischenzeit machte ich mich mit der Station vertraut, das war wirklich spaßig.

stoob1-110Der Admiral war natürlich von meinem Sieg über die Borg beeindruckt und bla bla, das Übliche eben, Ihr könnt Euch vorstellen, was er sagt. Ich will das jetzt wirklich nicht als unatmosphärisch abtun, es ist wirklich trekklike. Aber ich muss das ja nicht ausführlich hier skizzieren. Einen Teil der Dialoge seht Ihr auf den Screenshots, die gesamte Galerie ist am Ende dieses Eintrages.

Dem stoob1-112Admiral kann man noch so einige Fragen stellen. Auch bekomme ich hier meine ersten Missionen, was natürlich woanders Quests heißt. Ein paar Leute auf der Station aufsuchen, ein vermisstes Schiff suchen und den Vulkansektor patrouillieren. Kommt jetzt nicht unerwartet, und mehr als „etwas abballern“ und „etwas finden und wenn man davor steht „F“ oder den Button in der Mitte des Bildschirmes drücken“ wird es nicht sein. Das ist aber auch nicht schlimm. Die Texte sind zwar noch sehr unfertig, teilweise sogar kaputt oder von Steuerzeichen versetzt (was könnte wohl „br>“ am Ende eines Satzes bedeuten…), aber die Richtung ist erkennbar, und es wirkt wirklich wie Star Trek. stoob1-115Beim Admiral steht der Enkel von Mr. Sulu, toll!  Wie schon gesagt lebt Star Trek von den immer wieder auftretenden Namen, Orten und Dingen.

Die einzelnen Missionen sind Instanzen. Letztendlich ist alles instanziert wie bei AoC. Es gibt Instanzen, die man für sich alleine, für seine Gruppe oder für die Allgemeinheit hat. Und bis auf das Lag scheint das alles auch ganz gut zu funktionieren.

Ich machte mich also daran, das Schiff zu suchen. Vor dem Abdocken wollte ich aber mein Schiff erstmal etwas prolliger machen, denn der Admiral hat mir eine kostenlose Schiffsveränderung gut geschrieben. stoob1-120Danach aber abdocken von der Station und hinein in den Weltraum. Sehr ansprechend gemacht. Da hinten sehe ich den Vulkan, und da hinten… ähm.. ja… den „Sector_Signage_Text_06/NeutralZoneBorder“. Ich liebe es! Das ist der Grund, warum ich so gerne Betas spiele. Das macht das Ganze so charmant. Wirklich! Ich finde sowas toll, das meine ich ganz ehrlich!

Am Zielort angekommen gibt es erstmal ein bisschen Raumkampf gegen Bösewichte, und dann Beamen an Bord mit meinem Außenteam. An die etwas stoffelige Steuerung zu Boden habe ich mich mittlerweile gewöhnt, und das Schiff ist tatsächlich sehr atmosphärisch gestaltet. stoob1-125Ein paar Bösewichte aus dem Weg räumen, irgendwelche Lecks schließen, mit der Chefin sprechen, deren Crew einsammeln und zurück zum Beampunkt begleiten. Die Chefin bleibt natürlich an Bord, wie sich das für einen Captain gehört. Zurück auf meinem Schiff (yes, MEIN Schiff! Toll.) ist natürlich schon Besuch eingetroffen, der aber eher nicht zum Kaffeetrinken vorbeigekommen ist. Den hebe ich auch lieber für Admiral Janeway auf, wenn ich wieder zu Hause bin.

Ein bisschen Geplänkel, keine ernsthaften Gegner. Aber dann… oh oh… Da kommt was dickes… etwas GANZ dickes… Holla! Leider habe ich von dem Kampf keinen Screenshot gemacht, dazu war ich zu sehr in Action. Meine Schilde waren bis auf eines komplett zerstört, und die Rumpfintegrität der U.S.S. Zuul lag bei 14%.

Meine Fresse, das war toll! Und so unerwartet heftig gleich zu Beginn.

Mit Sicherheit habe ich mich angestellt wie der letzte Idiot, aber das ist ja normal am Anfang, und die Encounter sollten darauf gebalanced sein. Und der war echt knackig für meinen Kenntnisstand bislang von dem Spiel.

stoob1-129„Kurs Richtung Sol-System. Bringen Sie uns heim Mr. Stoy. Energie!“ rief Fähnrich Keng über seine Brücke. Auf der Raumstation sicher angedockt, ging er nach einem ereignisreichen Tag, der sein erstes Kommando gesehen hat, zu Bett.

Das wollte ich schon immer mal sagen!

Ja, es war spät. Ich habe auch wirklich nicht lange gespielt, ich habe ja erst spät am Abend angefangen. Aber das Star-Trek-Feeling hat mich voll erwischt, es kam super rüber. Das hätte ich nicht gedacht. Denn der allererste Eindruck ist normal der bleibende, und der war: „Oh mein Gott…“

Aber das Spiel ist wirklich gut gemacht, man spürt, dass es nicht einfach hingeklatscht ist „Wir haben eine Star Trek Lizenz und müssen so ein Ding bauen“, sondern da steckt wirklich „Seele“ drin.

stoob1-119Man braucht sich wirklich nichts vormachen: Das Spiel ist alles andere als fertig, aber das scheint ja beim Release von MMORPGs in Mode zu sein. Da sind noch ganz schön viele Baustellen. Und es lagt sehr ordentlich. Auch muss sich zeigen, ob die letztendlich auf mich sehr aufwändig wirkende Form der Contentgenerierung durchgehalten wird. Es ist wirklich alles in kleinen, instanzierten Abschnitten gehalten. Man sieht also relativ häufig den Ladebalken. Auch sind bislang meine Missionen stark gescripted gewesen. Wie „frei“ man sich in der Welt fühlt, kann man natürlich so früh noch nicht sagen. Ich bin gespannt, wie das weiter geht.

stoob1-051Die Raumschlachten spielten sich für mich bislang natürlich noch auf einem sehr niedrigen Niveau ab. Aber ich erkenne schon, dass es in keinster Weise mit EVE vergleichbar ist. Es fühlt sich noch nicht einmal ähnlich an. Die Steuerung ist viel intuitiver, EVE ist eher pragmatischer. Die Bodenkämpfe fühlen sich bislang nicht viel anders an, als in jedem anderen MMORPG auch. Vielleicht ein wenig stoffeliger. Aber die Stärken eines Kampfsystems kann und darf man natürlich noch nicht nach den ersten Schritten beurteilen.

stoob1-082Ich spare mir für diesen Bericht einmal solche Geschichten im Detail, dass es mehrere Tiers Raumschiffe gibt, jeder Skill 9 Ränge hat, wie man levelt, und und und. Das ist erstmal nicht wichtig. Ich wollte einen ersten Eindruck vermitteln. Wie ich oben schon sagte: Es wird meiner Meinung nach nicht an große MMORPG-Erfolge herankommen, aber es wird seinen Platz finden, wenn nicht solche Fehler wie von Funcom bei AoC gemacht werden, und das Spiel ordentlich gepflegt wird. Ich würde seine Zukunft so einschätzen wie Herr der Ringe: Ein durchaus spezielles aber treues Publikum, und damit eine Nische ausgefüllt, in der es gut leben kann.

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3 Responses to Persönliches Logbuch Fähnrich Keng, Sternzeit 11001,132330

  1. Rictus sagt:

    Nur eine kurze Anmerkung zum „@loginname“: das hat cryptic schon bei Champions Online so gehandhabt, um eine globale Feundesliste zu unterstützen (grundsätzlich eine gute Sache, geht aber auch ohne wie man bei City of Heroes und Villains sieht) und ausserdem (so die Begründung bei CO) ermöglicht man damit das Vorkommen gleicher Namen. Dann könnte es zum Beispiel Keng@Keng und Keng@Rictus geben, wenn man es denn darauf anlegt.

  2. Temon sagt:

    Ich hoffe inständig, dass du mit der „Nieschen“-Theorie recht hast …
    Dieses Mmo hat einen (mit einigen anderen verglichen) äusserst
    sauberen Start hingelegt!

    Greetz
    Temon

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