Ich mag ja keine Heuler. Wirklich nicht. Naja, ich mag sie doch, man kann sich so herrlich über sie aufregen. Und doch wird sich mein heutiger Eintrag vielleicht danach anhören, als ob ich genau das gleiche tue. Das mag sein, ich habe ihn ja noch nicht geschrieben, ich bin ja noch dabei. Was ich Euch erzählen möchte, ist durchaus ein Heulthema. Aber ich versuche zumindest, das ganze sachlich und argumentativ anzugehen. Wenigstens werdet Ihr bei mir solche selbstdisqualifizierenden Stilblüten wie zum Beispiel, dass Cataclysm nur 5 Level hat statt wie die bisherigen Addons 10, und daher nur ein halbes Addon ist, nicht zu lesen bekommen.

Es geht darum, dass ich Angst habe. Angst, dass ein ehemals großartiges Spiel leider seinen Prinzipien, die es groß gemacht haben, abgeschworen hat, und derzeit wie eine Cash Cow abgemolken wird. Ja, so hart möchte ich es ausdrücken, und die Angst ist denke ich nicht ganz unberechtigt. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass mit Wrath of the Lich King eine merkliche Kursänderung in World of Warcraft eingezogen ist, die vor allem vielen alten Spielern nicht wirklich gefällt.

Es gibt mehrere aktuelle Dinge, die meine Angst noch verstärken, dass es mit Cataclysm eher schlimmer als besser wird.

Da ist zunächst einmal ein Posting von Nethaera:

There are quite a few things to do in the game at current and we’ve been working hard to ready our next content patch as well as the next expansion. We’re not into pushing out content simply to say, „Here, happy now?“ We want to make sure that whatever we’re getting out to you is the best it can be.

I’m always interested in seeing what sorts of things people are doing during their time now. I know there are many guilds and groups that are still trying to work on the Lich King, but there are many others that are looking at other aspects of the game and doing those. Perhaps you haven’t gotten all the Achievements you’ve wanted. Perhaps you haven’t gotten all the mounts and pets you could get as of yet. Perhaps there are quests you haven’t ever done before.

Now’s a really good time to do all those things that perhaps you hadn’t done before. Take a tour of Azeroth again. Get together with friends and do some off the wall events. Head into the Battlegrounds and hone your PvP skills. Run events for your realm such as duels in the arena in Stranglethorn Vale. (One of my favorite types of events.) Get a city raid together. Level a new character with friends or set up a leveling race with your friends.

There are a wealth of things to do in the game still prior to Cataclysm. I’m hoping many others will share what they’re doing either to spend their time now or „prepare“ for Cataclysm.

In the end, we can only provide the playground and some activities within it, it’s up to you to figure out what you want to do in it, with it, and beyond. Feeding out a bunch of ill-conceived content isn’t going to alleviate your desire for having something new to do and we’d rather work on creating something new and great than something mediocre at best.

Ähm ja. Das fühlt sich an, wie ein Schlag ins Gesicht, oder? Aber so richtig.

Bereist die Welt, macht PvP, macht das Stranglethorn-Arenaevent, levelt einen Twink, macht einen Städteraid. Gehts noch? Hier kommt Null Komma Nada Content von Blizzard, ein paar Bösschen im Wyrmrest-Temple stehen noch aus in drölfzig Schwierigkeitsgraden farmbar wahrscheinlich wieder, und das/die Pre-Event(s). Voraussichtlich der Content für die nächsten paar Monate. Ich rechne nicht vor September mit dem Addon, eher Richtung Weihnachten. Wenn überhaupt noch dieses Jahr.

Was war der letzte Content? Icecrown Citadel.  Erschienen Anfang Dezember. Tolle Wurst. Sowas ist einfach kein Content, mit dem man Spieler bei der Stange hält. Ich möchte da mal den guten Calaelen zitieren:

Hard-Modes sind kein Content! Genauso wie einhändig und besoffen einen Boss zu legen keine erstrebenswerte Leistung ist!

Wie wahr. Und die Krönung des hingeklatschten Contents war ein paarhundert Quadratmeter großer Raum, in dem man monatelang Bosse am Fließband abgefarmt hat aka Kolosseum des gelangweilten Kreuzfahrers. Und sowas kommt jetzt wieder in noch kleinerer Ausführung, um die Spieler bei Laune zu halten.

Das ist nicht Euer Ernst, Blizzard, oder?

Ihr gebt uns nur den Spielplatz, und wir müssen selbst spielen? Da habt Ihr doch seit langer Zeit die Spieler immer mehr dazu selbst erzogen, dass sie nichts selbst machen müssen. Keine Entscheidungen treffen, nicht mehr verantwortlich für sein Tun zu sein. Alles behüten, alles abkappen, was auch nur irgendwie „out of the ordinary“ sein könnte. Bloß nicht mal die Finger schmutzig machen, bloß nicht mal etwas anstrengendes.

Ein Spiel wie EVE, was von vornherein eine Sandbox ist, und darin gnadenlos, zwingt die Spieler mit Schmerzen dazu. Star Trek Online, was an jeder Ecke mit Vanity-Sachen schreit „Roleplay here!“. Aion, was ebenfalls gnadenlos, auch an einigen Stellen unfair ist, aber genau das auch den Reiz ausmacht. Mir fällt auf Anhieb kein anderes Spiel ein, wo der Spieler so mit Stützrädern, Schwimmärmeln und Knieschonern versehen und in Watte gepackt wird, wie in WoW. Es ist doch gar nicht mehr möglich für einen Spieler, „seinen eigenen Weg“ zu gehen. Das Gefühl zu haben, „das bin ich, das ist das Leben meines Chars, das habe ich erreicht.“ Und bitte jetzt nicht mit den lila Items kommen, die sowieso nach 3 Monaten outdated sind.  Etwas erreichen heißt nicht, in lila Items zu ersticken und einen Gearscore-Penis von Schwanzus Longus zu haben. Etwas erreichen ist eine ideelle Geschichte. So etwas ist gar nicht mehr richtig gefühlt möglich in WoW.

„Spaß ist, was Ihr draus macht“ habt Ihr den Spielern konsequent abgewöhnt. Den Schuh müsst Ihr Euch anziehen. Jetzt den Spielern zu sagen, sie sollten auch mal ein bisschen kreativ sein, ist zu spät. Viel zu spät.

Wir sollen uns die Zeit vertreiben in der Stranglethorn-Arena, die damals vor 5 Jahren, als sie herauskam, schon nicht für mehr als 2-3 Mal besuchen lustig war?

Städteraids. Ja, ähm, kurz vor WotLK, auf Level 70 mit auf 80 gebalanceten Städte-NPCs waren die spannend. Da war es auch eine Herausforderung.

Wir sollen einen Twink leveln (ganz davon abgesehen, dass das wahrscheinlich schon der letzte Twinkhasser aus Langeweile getan hat) in einem Spiel, in dem das Leveln kaputt gemacht wurde? Durch die drastische Anhebung der XP braucht man nur noch einen Bruchteil der Quests in einem Gebiet. Story? Immersion? Vergesst es. Innerhalb von einer Woche ist ein Twink 70, wenn nicht sogar schon 80, wenn man wirklich Langeweile hat. Erlebniswert? 0 (in Worten: Null).

Vielleicht hat das auch einen ganz anderen Hintergrund (Achtung, Verschwörungstheorie, und ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht so ist): Wenn jetzt alle ihre Characterslots auf dem Account voll leveln, dann muss man ja zusätzliche kaufen, sobald sie angeboten werden.  Es dürfte mittlerweile jeder mitbekommen haben, dass das wohl am Horizont steht.

Dabei möchte ich zwei Sachen ganz klar sagen: Nein, ich glaube nicht, dass Nethaera das mit diesem Hintergedanken gebracht hat. Und ich finde auch zusätzliche Charslots gegen Cash gut. Ja gut! Ich habe nichts gegen zusätzlich gegen bares Geld erwerbbaren Content. Ja, auch trotz Abo-Gebühr. Ich habe sowohl bei Star Trek Online als auch Dragon Age zusätzlich und gerne Content erworben, und er war sein Geld wert. Allerdings gefällt mir die Politik bei Blizzard nicht. 10 Euro für ein Pet? 3 Euro *monatlich* oder wieviel das waren (ich habe es verdrängt) für die Benutzung des Auktionshauses am Handy? 20 Euro für ein Mount? So viel habe ich weder bei STO noch DA *insgesamt* gelassen. Hier stimmt einfach etwas mit der Preispolitik nicht. Wobei, natürlich stimmt sie, die Leute zahlen es ja.

Noch.

Und beim „noch“ sind wir gleich beim nächsten Punkt: Die Neuspieler lassen das alle noch mit sich machen. Viele der alten Spieler haben sich schon abgewandt. Die neuen Spieler, die keine Ahnung mehr von der Welt von Warcraft haben. Die keine Ahnung mehr haben, dass WoW eine persistente Welt ist. Die in einer Hauptstadt rumgammeln und abwechselnd auf das Dungeon-Tool oder das BG-Tool warten, zwischendrin mal kurz am Brunnen winken für den Gearcheck. Die Spieler, die Schuld daran sind, dass sich eine Randomgruppe nach einem Wipe auflöst, weil keiner mehr einen Plan hat, wie er als Geist in die Instanz kommt, man wird ja hingeportet normalerweise. Die Spieler, von denen die meisten weniger als die NPCs in Dragon Age mit dem Spieler kommunizieren (aka *nichts*). Ihr kennt das? Random-Dungeon: „Hi! – Bereit? – Danke für die Gruppe, tschö“ ist oft genau der einzige Text, den ich in einer Randomgruppe lese. Und der kommt von mir. Oder meiner Freundin. Wobei, die Formulierung ist fies. In Dragon Age reden die NPCs wie Wasserfälle, es könnte also da ein falscher Eindruck entstehen oben.

Das, was mal u.A. den Reiz dieses Spiels ausgemacht hat, nämlich das selbständige Knüpfen sozialer Netze (und damit meine ich explizit *nicht* Twitter, Facebook und *VZ), um voran zu kommen, um etwas in diesem Spiel gemeinsam zu erreichen, ist gar nicht mehr notwendig. Es war früher tatsächlich bei Firmen wie IBM ein Einstellungsgrund, wenn man bei WoW Raid- oder Gildenleiter war, aufgrund der dann offensichtlich notwendig vorhandenen sozialen Kompetenz. Aber es steht das mit Sicherheit nicht mehr in den Einstellungskriterien. Ganz im Gegenteil: Der durchschnittliche WoW-Spieler ist heutzutage eher ein lol-Kiddy, welches Nubs anflamed und dabei vergisst, dass es selbst nur 2 Wochen vorher der Neuling war. Leumund ist egal, Hauptsache man bekommt seine lila Items. Und das ist keine Schuld der Spieler, das ist eine Schuld der Spielstruktur, die so etwas auf der einen Seite heraufbeschwört, auf der anderen Seite sogar begünstigt, und Spieler mit sozialer Kompetenz sich erschreckt abwenden lässt.

Auf jeden Fall scheint eine neue Spielergeneration auf das Spiel niedergebrochen zu sein seit langem, das ist denke ich nicht zu leugnen. Aber selbst für die scheinen die Vasallen von Spaßhasser Kotick wohl langsam den Bogen überspannt zu haben. Nur so kann ich mir erklären, mit welcher Torschlusspanik das Spiel jetzt entwickelt wird.

Ganz offensichtlich wurde das Entwicklungsbudget gekürzt. Keine Zeit mehr für kreative Einfälle. Content ist eine Raidinstanz mit ein paar Bossen in drölfzig Schwierigkeitsgraden. Keine Sunwell Isle mehr mit Spaß pur, kein Zul’Gurub, kein Zul’Aman, keine Epic-Quests, keine neuen Features. Und nein, unter Features verstehe ich nicht das Verdoppeln der kleinen Glyphenslots über den Umweg von mittleren Glyphenslots oder ähnlichem Firlefanz. Spielbalance beschränkt sich auf Verteilung der Badges, um die Items auch bloß in einem definierten Zeitrahmen zu bekommen. Man hat ja schließlich Abogebühren dafür bezahlt.

Ein Blick über den Tellerrand:

– Star Trek Online: Es hatte am Anfang (zugegebenermaßen zu Recht) den Ruf weg, dass man zu schnell Maxlevel ist und dann zu wenig Content da ist. Binnen kürzester Zeit (weniger Wochen) wurde Content nachgeliefert. Der erste große Content-Patch ließ nicht lange auf sich warten, und er war richtig dick gefüllt. 3 Updates sollte „Season One“ beinhalten, bis es zu STO 2.0 geht. Und was soll ich sagen? 1.3 lässt man gleich ganz sein, da man im Zeitrahmen liegt, kommt STO 2.0 direkt inklusive 1.3. Man bedenke… das Spiel kam Anfang Februar heraus! Das Spiel ist noch nichtmal ein halbes Jahr alt! Und 2.0 wird wieder dick bepackt sein. Angefangen von begehbaren Schiffen und Kabinen, die man sich selbst einrichten kann (komisch, dass sich Blizzard gegen so etwas schon immer gesträubt hat, obwohl es jeder zweite haben wollte, und die meisten anderen Spiele es haben… ein Vanity-Feature, was Spaß machen könnte…) über neue Gebiete bis hin zum Anheben des Levelcaps. Leider nur um 6 Level, ist also leider auch kein ganzes Addon </ironie>

– EVE bringt alle Nase lang (ich weiß nicht genau in welcher Frequenz, da ich es wirklich nur als Casual spiele, 2 Mal? 3 Mal im Jahr?) kostenlose Addons raus, die jeweils mindestens ein großes neues Feature enthalten.

– Aion hat vor kurzem mit 1.9 wieder frischen Wind in die zwar totgeschriehenen aber immer noch vollen Server gebracht. Dieser Patch wurde in Rekordzeit absolut sauber in den Westen adaptiert, sodass zu vermuten steht, dass 2.0 im frühen Herbst bereits auch im Westen Realität wird.

Und was macht Blizzard? Versprochene Keyfeatures von Cataclysm werden gestrichen. Gildentalente, Pfad der Titanen. Zwei groß angekündigte 5er-Instanzen werden nach hinten geschoben, obwohl sie eigentlich schon fertig sind, und nur ein Rehab gebraucht hätten (Shadowfang Keep und Deadmines). Inschriftenkundler werden in die Bedeutungslosigkeit versenkt. Der Beruf, den jeder zweite in WotLK gelernt hat. Viel Spaß beim neu Skillen von was auch immer! Dafür wird der neue Beruf Archeologie gleich mit wenig Sinn ins Spiel eingebracht.

Gekürztes Budget? Anscheinend. Zu wenig Zeit? Auch wohl. Man muss ja viel wichtiger Features wie das kostenpflichtige Auktionshaus mobile und Facebook-Müll programmieren. Klar, *der* bringt ja auch Geld! Etwas, woran die Spieler Spaß haben könnten, sowas braucht ein Spiel nicht. Nicht wahr Herr Kotick? Spaß, einfach nur Spaß.

Herr Kotick? Kennen Sie „Star Trek V – Am Rande des Universums“? Er beschreibt ganz gut, warum Menschen spielen. Es ist ihre Freizeit, es ist ihr Ausgleich, es ist ihre Entspannung, ihr Zeitvertreib. Für Leute wie Sie Herr Kotick ist es der Beruf, klar. Auch wenn man darüber geteilter Meinung sein kann, Beruf muss nicht Spaß machen. Hauptsache er bringt Geld rein, damit man Brötchen  kaufen kann, nicht wahr, Herr Kotick? Wenn man allerdings in der Freizeitbranche arbeitet, dann sollte man sich doch mal überlegen, was man da macht. Und hier greift das Zitat aus dem genannten Star Trek Film:

Spock: „Warum steigen Menschen auf einen Berg?“
Kirk: „Ich klettere, weil es mir Spaß macht. Ganz zu schweigen vom wichtigsten Grund auf einen Berg zu steigen.“
Spock: „Und der wäre?“
Kirk: „Weil er da ist, Spock. Weil er da ist!“

Wir analysieren: Da steht nicht „Weil es mir etwas, und zwar genau XYZ bringt“. Da steht „Weil er da ist“!

In WoW ist immer weniger neues da, dafür bringt es immer mehr. Und das passt nicht. Das passt überhaupt nicht. Das wird nicht auf Dauer gut gehen. Blizzard bewegt sich hier auf ganz dünnem Eis. Extrem dünn. Die Grenze, wo sich selbst der letzte bei Klingeltönen weniger abgezockt fühlt als bei WoW, ist nicht mehr fern, wenn es so weiter geht. Und sollte ich weiterhin das Gefühl haben, dann ist bei mir nach dem Leveln in Cataclysm auch erstmal Ende Gelände. Ich spiele derzeit sowieso kaum WoW, aber zum Addon werde ich Blizzard nochmal eine Chance geben.

Ich merke, wie immer weniger WoW mein Spiel ist. Es ist insofern nicht schlimm, weil ich viele andere Spiele habe, die ich gerne spiele, und die mir auch Spaß machen. Die mir auch zeigen, dass es immer noch mit Spaß und Enthusiasmus geht, schlichtweg mit Begeisterung am Produkt. Über WoW bin ich mich eigentlich nur noch am Aufregen, so leid es mir tut. Und so sehr ich das Spiel geliebt habe, und so sehr ich an meinen Chars hänge, so sehr ich an Leuten hänge, die ich durch das Spiel kennengelernt habe, und – machen wir uns nichts vor – zu vielen von denen der Kontakt abbrechen wird, wenn das Spiel nicht mehr als Katalysator da ist. Es tut mir in der Seele weh, was da gerade passiert. Dabei wäre es doch so einfach vermeidbar. Mit ein bisschen weniger Gier.

Blizzard war einmal bekannt dafür, dass sie Narrenfreiheit hatten. Denn kein Publisher sitzt im Nacken, und was dabei herauskam, war so voll Herzblut der Designer, dass sich das auf die Spieler übertragen hat, und genau das hat Blizzard ausgemacht.

Um es mit einem Wort von Greg „Ghostcrawler“ Street von der letzten Blizzcon auszudrücken:

Gone.

 

6 Responses to Dünnes Eis

  1. Samiha sagt:

    Eigentlich kann ich nur /sign unter deinen Artikel schreiben. Ich liebe WoW, spiele seit 5 Jahren und hab wirklich Angst, dass sie Cataclysm total vermurksen 🙁 . Zudem muss ich ehrlich zugeben, dass ich mich momentan im Spiel sehr langweile und die „Vorschläge“ von Nethaera als blanken Hohn empfinde. Ich bin durchaus ein Mensch der gerne twinkt und auch gerne Erfolge erledigt – also weiß wie er sich alleine beschäftigen kann. Ich habe jetzt 7 80er – wovon drei – zumindest teilweise – in ICC ausgerüstet sind, der vierte locker auch hingehen könnte. Erfolge, die man so alleine machen kann, habe ich mit meinem Main erledigt und habe nicht wirklich Lust die mit meinen Twinks noch zu machen – warum auch…
    Habe also momentan nichts zu tun und denke, dass ich erstmal eine Pause einlege, wenn mein Abo ausgelaufen ist. Hoffentlich wird „Herr der Ringe Online“ bald free to play… Oder ich spiele noch einmal Dragon Age durch, mal sehen 😉 .

  2. Mem sagt:

    Good Post!

    Ich habe grad nicht so viel Zeit, auf alles einzugehen, aber im Großen und Ganzen: ja, diesen Eindruck habe ich langsam auch.

    Ich vermute mittlerweile wirklich, dass man das Budget so gekürzt hat, dass man bei Blizzard mittlerweile enorme Probleme hat, überhaupt einen betafähigen Client hinzubekommen, geschweige denn das VÖ Datum von 2010 Q4 zu halten.
    Es ist sehr schade, was auch WoW geworden ist – und das schlimme ist, dass ich merke, dass auch auf mich die Beliebigkeit abfärbt. Es bleiben die menschlichen Bindungen, die ein komplettes Loslösen vom Spiel letztendlich (noch) verhindern.

    Die Vorschläge sind eh nen Witz, Zum Thema Städteraids: Guildies haben bei uns neulich abends (nicht nachts!) zu dritt den King umgehauen in SW – dank des ausgewogenen Fraktionsverhältnis auf Rajaxx überhaupt kein Problem.

  3. Carschti sagt:

    Der Text war mal lang und ich mag den auch garnicht weiter aufdröseln…außer, dass ichs eit 2 Wochen auch STO spiele (obwohl ich Star Trek nie mochte)..naja und Champions Online auch…bin bisher begeistert, da es, wie du es angedeutet hast, so viele Dinge anders und/oder besser macht als WoW…aber es gibt viele MMOs die Dinge besser machen als WoW.

    Aber eine Frage hab ich dann doch…es wird ständig überall von Sandbox-MMO gesprochen. Was ist das eigentlich? Schon oft gehört aber nie kapiert, was das ist.

  4. Keng sagt:

    Sandbox ist letztendlich genau das, was Nethaera meint: Der Hersteller liefert die Spielwiese, eben den „Sandkasten“ aka Sandbox, und Spaß ist dann, was Ihr draus macht. Oder anders: Das Spiel liefert die Regeln, quasi die „Naturgesetze“, aber das Spiel setzt stark auf „player driven content“ (wieder so ein Wort :)), wie es zum Beispiel EVE sehr stark macht.

    Das gibt es natürlich in jedem Spiel mehr oder weniger, aber bei EVE ist es eben meiner Meinung nach am anschaulichsten, weil sehr deutlich. Es gibt zwar Missionen, die dynamisch generiert werden, aber die „Geschichte“ von New Eden schreiben die Spieler selbst durch ihr Spiel. Das Spiel enthält so extrem viele Freiheiten (was die Lernkurve sehr steil macht, was aber auch gleichzeitig Lolkiddies nicht über die Trialzeit beim Spiel hält), dass die eigentlichen Inhalte von Spielern gemacht werden. Politik, Wirtschaft etc. Ich führe hier immer gerne den Artikel über den Sturz von BoB in EVE an:

    http://www.golem.de/showhigh2.php?file=/0902/65077.html

    Er zeigt meiner Meinung nach ziemlich deutlich, wie sehr die Spieler eingebunden sind. Aber vielleicht kann das ein EVE-Experte noch mehr ausführen, wie gesagt, ich vertrete in EVE mehr den Casual. Da ist mein eigener Überblick sehr beschränkt.

    Um mit der Kirk/Spock-Analogie von oben zu sprechen in EVE: Warum kämpfe ich um ein System? Weil es da ist 🙂 Ja, klar, Rohstoffe, taktische Punkte etc. Aber grundsätzlich: Weil es Spaß macht, und weil es da ist.

  5. Carschti sagt:

    Danke für die Erklärung. Ich glaub, EVE wäre nix für mich. Ich bin ein Spieler, der gern an die Hand genommen wird. Um das mit Egoshootern zu vergleichen. Ich ziehe Quake4 jederzeit FarCra vor, da ich dort genau weiß, was ich wo machen muss und wo ich hin muss. Da gibts keine alternativen Wege…Hirn aus, Spass an…oder so. Ich bin, was das angeht ne faule Sau *kicher*
    Dazu kommt, dass ich schon Aion wegen Zeitmangels zur Seite gelegt hab, Sandbox-Sachen sind scheinbar noch grössere Zeitfresser (bevor man sich da überhaupt eingefuchst hat).

  6. Mem sagt:

    Naja, Eve is an sich nicht so der Zeitfresser, weil das Charakteradvancement eben in Real Time passiert. Gibt reichlich Spieler, die immer mal nen Monat Auszeit nehmen und nur kurz einloggen, um einen Skill einzustellen (das dauert dann wirklich nur 2 Minuten). Was halt auch daran liegt, dass es als Sandbox nicht wie andere Spiele feste Gruppengrößen vorgibt. Sprich, es ist nicht wie bei einer Dungeon Gruppe, wo alles ausfällt, wenn Spieler X mal nicht kann und man keinen Ersatz findet.
    Es ist allerdings sehr komplex, aber gerade deswegen gibt es von Playern für Player in Eve einen Support, den es nirgends anders gibt (Stichwort Eve University, aber auch diverse Corps, die PVP Trainings und ähnliches anbieten).

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