Okay, der kommt jetzt etwas verspätet von mir – Mein DSDS-Kommentar zur letzten Mottoshow. Und das, obwohl ich sie bereits Samstag abend und nicht in der Wiederholung am Sonntag geschaut habe. Egal, hier ist er!
Hymnen sollten es sein, wie ich im Verlaufe der Sendung vom Kollegen Neptun erfahren habe. Da ich die ersten 5 Minuten verpasst habe, wusste ich das bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht, und fragte ganz naiv mitten in der Sendung, ob diesmal das Motto sei, dass alle Lieder nehmen sollten, die nichts für sie sind. Also bis auf wenige Ausnahmen haben es heute ehrlich viele versiebt. Aber zu den Einzelkommentaren:
Der Checker. Oh Mann, schwer schwer. Er ist mir so völlig unsympatisch. Aber er hats einfach drauf. Klar kann er nicht toll singen. Aber er füllt die Bühne aus und wirkt auf mich so, als würde er dahin gehören, als wäre er dafür geboren worden. Das ist sein Ding, der Entertainer. Und dass er “I’ve been looking for freedom” besser gesungen hat als The Hoff vor Tonstudio-Cheats glaube ich Herrn Bohlen ungehört. Herr Bohlen hat einfach Recht: Es macht Spaß ihm zuzuschauen, er reißt einen mit seiner guten Laune mit. Und ich bin sogar fest davon überzeugt, dass er sich das hart erarbeitet. Denn dass ihm das nicht zufliegt, hat man im Recall gesehen. Aber ein paar neue Bewegungen könnte er sich mal angewöhnen, das würde nicht viel schaden. Denn auch wenn die Interaktion auf der Bühne letztes Mal verdammt gut war, so wirken solche Nummern wie jetzt durchaus ähnlich bei ihm.
Der Schminkkoffer. Diesmal spiele ich die Eichinger: Das Outfit von Kim war grandios! Man hat die völlig überschminkte Göre nämlich nicht erkannt. Und das Lied war für sie von der von mir eingangs erwähnten Kategorie: Nichts für sie. Das können Katzen besser jaulen und per Zufall auch noch Töne treffen, was sie leider versäumt hat. Keine Ahnung, warum die Jury behauptet hat, sie hat gut gesungen. Aber da waren sich Neptun und ich einig am Ende der Sendung: Die Jury wollte Ines raus haben.
Xavier. So sehr ich ihn auch gut finde: Auch hier definitiv nicht sein Lied. Hat mir überhaupt nicht gefallen, hat mich nicht berührt, und das tun solche Lieder normalerweise mit mir.
Schwiegermutters Liebling. Schreckliches Lied, ich hasse es “Wind of Change”. Normalerweise mache ich das Radio aus, wechsle den Sender oder sonstwas, wenn es kommt. Manuel hat die Message des Liedes überhaupt nicht rübergebracht, aber es hat mir trotzdem gefallen. Denn man konnte ein paar Variationen seiner Stimme hören, die sich nach guten Potential angehört haben. Lange Töne, durchaus sauber (ja, ich weiß, den einen Jauler habe ich auch gehört), auch mal ein bischen rauher und aggressiver die Stimme. Das ist schon mehr, als Klaus Meine hinbekommt. Hat mir wirklich verdammt gut gefallen, und das ist gerade trotz des Liedes eine absolute Glanzleistung!
Die Zicke. Hachja. Hat sie überhaupt einen Ton getroffen? Ich weiß nicht. Ich musste nach kurzer Zeit auf Durchzug schalten. Das war ja nur grauenvoll. Sorry, als das ging gar nicht. Entweder haben sie diesmal dass Voll-Playback abgeschaltet, denn wenigstens ein bisschen Talent war in den letzten Auftritten erkennbar. Das an diesem Samstag war völlig talentfrei. No Discuss.
Plüschie. Ich weiß nicht, ob es wieder aus der oben genanten Kategorie “Der Song ist nichts für mich” kam, aber auf jeden Fall war der Auftritt eine Katastrophe. Letztendlich war meine Wahl am Schluss zwischen Ines und ihm beim Ausscheiden, und da hätte ihn mein Sympathiebonus drin gelassen. Aber dieser Auftritt war irgendwie… Also er hätte es reißen können, denn ich denke schon, dass der Song was für ihn war, aber unabhängig von der RTL-doktrinierten Liebesgeschichte wirkte er wirklich wie nicht ganz da. So locker flockig mal ein bisschen rumhopsen, und Karaoke-Qualität hatte das Singen gerade noch so. Nachdem ich letzte Woche voll begeistert war von ihm, und so gerne ich ihn auch mag, war sein Ausscheiden diese Woche eine absolut richtige Entscheidung für diese Leistung.
Mr. Bombastic, Nelson. Auch wieder nicht sein Lied. Absolut nicht. Zum Glück waren andere noch viel schlechter, aber ich fands nicht gut. Wirklich nicht. Hat mir nicht gefallen. Also es war kein Ausfall, aber von “Wonderful World” erwarte ich, dass es mich mitnimmt. Das hat es noch nichtmal ansatzweise.
Der Eine, der Viele war. Menowin. Nein, ich weiß, ich mag ihn nicht. Und “We are the World” erzeugt bei vielen Leuten genervtes Augenrollen, aber ich mag es. Nunja, es gibt zu diesem Auftritt nicht viel zu sagen, außer was Herr Schreyl sagte: “Das Lied singen im Original 20-30 Weltstars”, und ich möchte mich dem Kollegen Neptun auf Freizeitparkweb anschließen: “an diesem Punkt sollten wir DSDS für 2010 beenden und Herrn Fröhlich zum Sieger erklären.” Lacht nur, ich habe nasse Augen gehabt bei der Nummer. Das war echt so schön… Nur wäre ich gleichzeitig traurig, wenn er gewinnen würde, und dann eigentlich seine Karriere wahrscheinlich versiebt ist.
Der Wannabe-Rocker. Ja raus. Leider waren heute manche noch schlechter als er. Er wirkt auf mich nicht überzeugend. Er hat nicht die nötige Stimme, auch wenn ihm die Herr Bohlen immer andichten will. Da ist kein Gefühl drin, was man auch bei dieser Art von Musik hineinlegen muss, gar nix. Der Text hat sich wie abgelesen angehört, da kam nix rüber. Null Komma nada. Und peinlich ist es, eine Umarmung von Herrn Bohlen aufzuzwängen, die kurz vorher der Dieter dem Menowin freiwillig entgegengebracht hat.
So, und abschließend wie oben gesagt: Von mir aus wäre Ines geflogen heute, aber Plüschie ist mit Sicherheit keine falsche Entscheidung des Publikums. Auch wenn ich es ihm gegönnt hätte, weiterzukommen, so wäre das sowieso nicht lange gut gegangen mit ihm.

